Mein Traum von letzter Nacht:
Ich stand im Wohnzimmer unserer alten Wohnung in L. Ich schaute aus dem Fenster und sah meine Schwiegertochter, die lachend mit ihrer 2jährigen Tochter K. spielte. Dabei standen auch noch ihr Mann und meine Tochter und sahen zu. In dem Moment drehte ich mich um und sah in dem Raum, der eigentlich die Küche war aber nun nur ein leeres Zimmer war, ein kleines Kind. Ich ging hin und sah K. in einer zweiten Ausfertigung. Sie war wesentlich ruhiger, als das „echte“ Kind und schien auch liebevoller mit allem und jedem umzugehen. Ich nahm das Kind in die Arme und sie ließ sich drücken. Ich merkte, dass ich auch dieses Kind total liebte und es stellte sich raus, dass meine Schwiegertochter mit mentalen Kräften, das 2. Kind erschaffen hatte. Warum, wußte sie selbst nicht und war außer sich und wollte es vor allen geheim halten. Darum blieb das 2. Kind bei mir.
Dann war ein Schnitt.
Ich kam abends heim und das Zimmer, wo die kleine K. bei mir wohnte war leer. Da lagen all ihre Spiel- und Schmusesachen herum, aber sie war nicht mehr da. Meine Schwiegertochter gestand mir unter Tränen, dass sie nicht gewußt hätte, was sie mit ihr machen sollte und sie darum an einen reichen indischen Kaufmann verkauft hätte. Der habe sie mit nach Bombay genommen. Ich war fassungslos und fragte sie, wie sie das über sich gebracht hätte? Und sie sagte, die Kleine gäbe es doch gar nicht richtig. Sie würde nie einen Ausweis kriegen, weil sie ja nicht gemeldet wäre. Sie hätte hier keine Chance überhaupt in den Kindergarten oder in die Schule zu kommen. Außerdem habe sie ja eine K. und das sei die richtige. Aber ich weinte und fragte, ob sie nicht daran gedacht hätte, dass die andere K. sie so sehr lieben würde, wie die andere und an ihr hängt. Dass sie sich furchtbar einsam und verlassen fühlen muss... noch dazu mit fremden Menschen, ein fremdes Land, eine fremde Kultur und eine fremde Sprache. Sie meinte, das würde sie alles lernen, sie sei klein genug und sie brauchten dringend das Geld. Ich verstand meine Schwiegertochter nicht, dass sie so kalt sein kann und weinte weiter. Mir tat das Kind so unendlich leid und ich wollte sie so schnell wie möglich wieder haben. Ich sagte ihr, wir müssen zur Polizei gehen. Da weinte sie und fragte mich, ob ich wolle, dass sie ins Gefängnis muß. Immerhin habe sie ja ein Kind verkauft.
Ich sagte ihr, die Zeit spielt eine große Rolle. Wenn erstmal Jahre vergangen sind, dann spricht sie nicht mal mehr Deutsch und kennt nur die indische Familie als ihre Familie und wird nicht mehr zu Dir wollen. Schon jetzt zählt jeder Tag. Sie wird durcheinander sein und einen Schock fürs Leben haben. Meine Schwiegertochter weinte nur weiter und sagte, dass sie nicht noch ein Kind haben kann. Es sei jetzt schon so schwer. Es war sehr verworren und dann...
Wieder ein Schnitt.
Ich stand im Treppenhaus meiner Schwiegereltern und ging in den Keller hinunter. Am Fußende der Treppe ging links ab eine verborgene Tür. Ich öffnete sie und darin stand ein grober Holztisch und ein Holzregal an der Seite. Überall waren verschiedene Gläser und Flaschen. Es sah aus, wie in einem altertümlichen Laboratorium. Ich wußte, dass die Polizei das alles hier nicht finden dürfe. Es ging darum, dass der Inder umgebracht werden sollte. Ich ging wieder hinaus und schloß die Tür hinter mir.
Wieder ein Schnitt.
Ich hob eine zweite A. aus ihrem Bettchen in meiner Wohnung (die ich in echt nicht kenne, also die Wohnung... sah ein bißchen aus, wie das Haus meiner Eltern, wo ich aufgewachsen bin) und ich war durcheinander, dass meine Schwiegertochter es schon wieder getan hatte... diesmal hatte sie das wenige Monate alte Baby A. neu erschaffen und ich war entschlossen, es zu behalten, damit dem Baby nichts passiert und es nicht auch verkauft wird. Ich ging ins Schlafzimmer, mein Mann lag auf dem Bett halbaufgerichtet und las eine Zeitschrift, während das Radio lief. Ich kam mit dem Baby auf dem Arm zu ihm und legte es an seiner Seite ab. Er sah mich an und fragte, was er damit machen sollte. Ich sagte, dass die Kleine lieb sei und er soll auf sie aufpassen, dass ihr nichts geschieht. Ich müsse zur Verhandlung.
Wieder ein Schnitt.
Ich lief eine sehr breite Treppe hinauf, durch große Glasflügeltüren und stand in einer Art altmodischem, aber sehr weitläufigem Kaufhaus. Ich wußte nur, dass es mitten in Frankfurt, in der Nähe des Gerichtes war. Meine erwachsenen Kinder waren in dem „Laden“ verteilt, ansonsten waren nur einige uniformierte Polizeibeamte in der Nähe des Ausganges. Meine Tochter wollte sich Reizwäsche kaufen und ich nahm irgendwas, um sie von da wegzulocken und sagte, dass ich ihr das Ding bezahle, aber sie müsse nun schnell bei der Polizei anrufen, weil die mich um 18.30 Uhr hinbestellt hätten, wegen einer Vernehmung. Ich aber um die gleiche Zeit in den Gerichtssaal zur Verhandlung als Zeugin müsse. Sie habe doch ihre Handynummer da angegeben und wenn sie angerufen wird, soll sie sagen, dass ich in der Verhandlung sei und später kommen würde. Das Gespräch fand schon an der Kasse statt, die direkt am Ausgang war. 3 Polizeibeamte (Sie waren alle wie in amerikanischen Filmen uniformiert. Dunkelblau mit Waffen an der Seite) schauten zu und hörten vor allem zu. Einer kam und hob mit einem leicht fragenden Grinsen das Höschen hoch, welches Grösse 44 war. Meiner Tochter war das peinlich, dass ich in der Eile die falsche Grösse gegriffen hatte. Ich riss das Höschen an mich und drückte es ihr in die Hand. Ich sagte „Oh nein, Du hast doch 36! Los, hol schnell ein anderes!“ und sie rannte los. Neben der Kasse war ein Stuhl mit hoher Rückenlehne, darüber hatte ich beim eintreten anscheinend meine Jacke hingeworfen (aber die Szene kam gar nicht im Traum vor, ich sah nur auf einmal meine Jacke und wußte, dass es draußen eisig kalt war) Ich wollte nach der Jacke greifen, aber ein ca. 35jähriger Polizist war schneller und hielt sie mir entgegen. Das war auf einmal eine erotische Situation, die mich verwirrte. Ich wollte die Jacke nehmen, aber er hielt sie fest und ging mit mir zur Tür, die ja nicht weit weg war. Ich ging rückwärts und zog die ganze Zeit an meiner Jacke und er sah mir dabei in die Augen und sagte dann etwas. Ich verstand es nicht und fragte „Wie bitte?“ und er wiederholte es... wieder ging es im Lärmpegel der Straße unter. Ich nickte nur hilflos und zog schnell meine Jacke an, er half mir hinein und ich rannte weg.
Wieder ein Schnitt.
Ich stand in einem schmalen, dunklen Flur. Einige Meter vor mir war eine Tür offen und dort war es hell. Ein Richter saß mir quasi gegenüber. Ich konnte in den Gerichtssaal sehen, aber mehr wie den Richter sah ich nicht. Nur dass er mit anderen sprach und sich mal nach rechts, mal nach links neigte, und Anweisungen gab oder Fragen stellte. Ich mußte auf einmal furchtbar aufs Klo (hatte auch in echt einen Mordsdruck und hab beinah ins Bett gemacht^^) und zappelte herum. Ich mußte warten, bis ich an der Reihe war, meine Aussage zu machen. Es ging darum, dass die zweite K. anerkannt werden sollte und ich dachte mir nur „Der Richter kriegt jetzt schon einen Ausraster, was ist, wenn er von der zweiten A. erfährt?“ Von dem Mord an dem Inder war keine Rede und ich wußte, dass ich ihn umgebracht hatte - aber ich wußte nicht mehr, wie oder wann. Auf einmal deutete er nach links und sagte „Dort lang!“ und ich wußte, dass er meine Not bemerkt hatte und mir den Weg zur Toilette wies. Da ging kurz vor seiner Türe ein schmaler, dunkler Flur ab, den ich bis dahin nicht mal gesehen hatte. Ich hastete den Flur entlang und stieß eine Holztüre auf... dann wachte ich auf
Ende
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